Was passiert, wenn nicht unsere Worte, sondern unsere Gehirnströme darüber entscheiden, zu wem wir uns verbunden fühlen? In der interaktiven Installation „flira“ beantworten die Teilnehmer persönliche Fragen ausschließlich in Gedanken, während ein EEG-System ihre neuronale Aktivität aufzeichnet. Ein Algorithmus ermittelt die „perfekte Übereinstimmung“ zwischen allen Teilnehmern. „flira“ spielt mit dem menschlichen Verlangen nach Verbindung und lädt zu einer kritischen Reflexion über die Zukunft von Begehren, Kontrolle und der digitalen Messbarkeit unseres Innersten ein.
flira überbrückt die Kluft zwischen Neurowissenschaft und Kunst mithilfe einer Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI). Durch die Verarbeitung von EEG-Daten in Echtzeit filtert das System neuronales Rauschen heraus, um anhand der aufgezeichneten Aktivität die Kompatibilität zwischen den einzelnen Personen zu berechnen. Diese neuronalen Daten werden sofort miteinander verglichen, um den Matching-Prozess zu erleichtern – so wird Technologie effektiv genutzt, um Menschen einander näherzubringen. Gleichzeitig visualisiert ein zweiter Bildschirm die gesammelten Daten des Tages, verfolgt alle Interaktionen und hebt die „Spitzen“-Verbindungen innerhalb der Teilnehmergruppe hervor.