Prep up for KD
Wir freuen uns sehr, dass ihr euch für ein Studium im Bereich Design entschieden habt und möchten euch gerne bei eurem Start unterstützen. Eine wichtige Grundlage für eure kreativen Projekte ist die Beherrschung von verschiedenen Softwaretools. Daher haben wir, die Studierenden des 2. Semesters, eine umfangreiche Liste mit Tutorials zusammengestellt, die euch dabei helfen sollen, eure Fähigkeiten in den Bereichen Layout, Foto- und Videosoftware sowie Programmieren zu verbessern.
Die Seite ist insbesondere für Studierende des Erstsemesters konzipiert, die sich auf ihr Studium vorbereiten möchten. Hier finden aber nicht nur Erstsemester wertvolle Informationen, sondern auch andere Interessierte sind herzlich eingeladen, von den Inhalten zu profitieren.
Wir sind uns sicher, dass ihr mit diesem Grundwissen einen guten Start ins Studium haben werdet und wünschen euch viel Erfolg auf eurem Weg!

Layout
Layout bezeichnet die Anordnung von Text, Bildern und anderen grafischen Elementen auf einer Seite oder einem Bildschirm. Es bestimmt die Lesbarkeit, den visuellen Fluss und die Hierarchie der Inhalte. Zentrales Werkzeug ist dabei die Layout-Software InDesign. Mit ihr werden druckfähige Dokumente wie Broschüren, Magazine, Plakate und Kataloge gestaltet – mit präziser Typografie, Rastern und Musterseiten bis hin zu interaktiven PDFs und EPUBs.
InDesign
- Adobe Learn – InDesign-Grundlagen (Dokument anlegen und wichtigste Werkzeuge)
- Adobe Learn – InDesign-Tutorials
- InDesign lernen – vom Plakat bis zur Musterseite (YouTube Playlist, 10 Videos)
- Ein sinnvolles Raster anlegen (YouTube)
- LinkedIn Learning – InDesign (Zugang mit HTW-Account möglich)
Illustration
Illustrationen sind visuelle Darstellungen, die Texte, Ideen oder Konzepte ergänzen oder veranschaulichen – in Büchern, Magazinen, Werbung, auf Webseiten oder in Animationen. Zentrales Werkzeug ist der Vektorgrafik-Editor Illustrator. Mit präzisen Vektorwerkzeugen entstehen Logos, Illustrationen und skalierbare Grafiken für Print- und Digitalmedien. Illustrator bildet zudem eine wichtige Grundlage für die Arbeit mit weiteren Designprogrammen.
Illustrator
- Adobe Learn – Illustrator-Tutorials (nach Themen wie Einstieg, Formen und Farbe geordnet)
- Adobe Learn – Grundlegende Illustrationstechniken
- Illustrator-Grundlagen für den Einstieg (YouTube)
- Every Adobe Illustrator Tool (YouTube)
Affinity
Affinity bündelt Vektorgrafik, Bildbearbeitung und Layout in einer einzigen Anwendung und ist damit eine moderne Alternative zu Illustrator, Photoshop und InDesign. Die Software wurde von Serif entwickelt, gehört heute zu Canva und ist kostenlos nutzbar. Mit einer übersichtlichen Oberfläche und professionellen Werkzeugen lassen sich Logos, Illustrationen, Bildbearbeitungen und Layouts für Print- und Digitalmedien umsetzen – viele Gestaltungsaufgaben, für die sonst mehrere Programme nötig sind, in einem einheitlichen System.
Affinity
- Affinity – Ressourcen (Tutorials und Community)
- Getting Started with Affinity (wichtigste Werkzeuge und Arbeitsabläufe)
- Affinity 2025: Complete Beginner's Guide (YouTube)
- Affinity – Vektorwerkzeuge im Überblick (YouTube)

Fotografie
Die Fotografie hält Momente fest – einen echten Mehrwert schafft sie aber erst durch den bewussten Einsatz von Perspektive. Die Kamera macht dabei Sichtweisen zugänglich, die dem blossen Auge entgehen. Technische Funktionen und Einstellungen wirken anfangs oft komplexer, als sie tatsächlich sind. Am besten lernt man Fotografie, indem man fotografiert.
- Fotografie – kurzes Einsteiger-Tutorial (YouTube)
- Fotografie – ausführliches Tutorial (YouTube)
- Stephan Forstmann – Fotografieren lernen: Tipps und Grundlagen
Lightroom
Die Software Lightroom dient zur Bearbeitung und Verwaltung digitaler Fotos und bietet leistungsstarke Werkzeuge für die Bildbearbeitung und die Organisation von Fotobibliotheken.
- Lightroom – kurzes Einsteiger-Tutorial (YouTube)
- Lightroom Classic Tutorial for Beginners (YouTube)
- Adobe Learn – Lightroom-Tutorials
Alternative: DaVinci Resolve 21 (Foto-Modul)
- DaVinci Resolve (kostenlos)
Photoshop
Die Bildbearbeitungssoftware Photoshop ermöglicht es, digitale Bilder zu erstellen, zu bearbeiten und zu manipulieren – mit einer Vielzahl von Werkzeugen für präzise und kreative Bildbearbeitung.
3D
3D-Software ermöglicht es, digitale Objekte und Räume dreidimensional zu gestalten – mit Formen im Raum, Licht, Materialien, Kameras und Animation. Im Kommunikationsdesign lassen sich damit abstrakte Formen, Typografie, visuelle Welten oder interaktive Projekte entwickeln. Hauptsoftware ist Blender, da sie kostenlos, sehr umfangreich und besonders gut für den Einstieg geeignet ist.
Blender
Die Open-Source-Software Blender deckt Modellierung, Animation, Rendering und Visualisierung ab und gilt als eine der wichtigsten kostenlosen 3D-Anwendungen überhaupt. Durch die grosse Community gibt es unzählige Tutorials, Erweiterungen und kostenlose Assets.
- Blender – Offizielle Website (Download, Dokumentation und Community)
- Blender Guru – Donut Tutorial (YouTube, der Klassiker für den Einstieg)
- Blender Fundamentals (offizielle YouTube Playlist)
- Polygon Runway (YouTube, stilisierte 3D-Welten)
Erweiterung: Unity
Die Echtzeit-Engine Unity wird für Games, interaktive Installationen, AR/VR-Projekte und digitale Ausstellungen genutzt – interessant, sobald Projekte interaktiv werden.
- Unity Learn (offizielle Lernplattform)
- Unity Beginner Tutorial (2025) (YouTube)
Erweiterung: Godot
Die Open-Source-Engine Godot ist eine kostenlose, besonders leichtgewichtige und einsteigerfreundliche Alternative zu Unity für 2D- und 3D-Projekte.
- Godot – Getting Started (offizielle Einführung)
- Brackeys – Godot Beginner Tutorial (YouTube)

UX (User Experience) und UI (User Interface)
UX und UI befassen sich mit der Gestaltung digitaler Nutzungserlebnisse und Oberflächen. Sie verbinden Nutzungsforschung, Interaktionsdesign, visuelle Gestaltung und Informationsarchitektur, um intuitive und ansprechende digitale Produkte und Services zu schaffen.
Figma
Figma ist eine cloudbasierte Design- und Prototyping-Plattform, die vor allem für das UI/UX-Design von Apps und Websites eingesetzt wird. Teams arbeiten in Echtzeit direkt im Browser zusammen, entwerfen Oberflächen, erstellen interaktive Prototypen und übergeben diese an die Entwicklung.
Tipp: Figma bietet einen kostenlosen Zugang für Studierende. Die Verifizierung erfolgt mit der HTW-Mailadresse.
- Figma Help Center (offizielle Hilfe und Tipps)
- Figma – Einstieg in Layouts und Grundformen (YouTube)
- Figma – Tipps für das Prototyping (YouTube)
- Figma – Komponenten verstehen (YouTube)
Alternative: Axure
Axure RP ist ein UX-Werkzeug zur Erstellung funktionaler, interaktiver Prototypen und Wireframes für Web- und Mobilanwendungen. Es ermöglicht komplexes Prototyping mit bedingter Logik, dynamischen Inhalten und Variablen – ganz ohne Programmierung.
- Axure – offizielle Tutorial-Playlist (YouTube Playlist)
Creative Coding
Creative Coding nutzt Programmcode als gestalterisches Werkzeug: Mit wenigen Zeilen Code oder visuell verbundenen Bausteinen entstehen generative Formen, Animationen, interaktive Bilder und Installationen. Der Einstieg erfolgt mit Processing, als Erweiterung für Echtzeitgrafik und Installationen folgt TouchDesigner.
Processing
Die Programmiersprache und Entwicklungsumgebung Processing ist auf Grafik, Simulation und Animation spezialisiert. Sie wurde am Massachusetts Institute of Technology für Design, Kunst und kreative Anwendungen entwickelt und richtet sich besonders an Gestalter.innen und Künstler.innen – auch ohne grosse Programmiererfahrung. Processing basiert auf Java und bildet die Grundlage vieler weiterer Creative-Coding-Werkzeuge. Wer hier einsteigt, versteht später auch andere Tools schneller.
- Processing – Getting Started (Installation, Aufbau und erste Schritte)
- The Coding Train – Learning Processing (umfangreiche Tutorial-Reihe, inklusive der Mathematik hinter Processing)
- Processing – Einsteiger-Tutorial in 13 Minuten (YouTube)
- Processing – Einführung auf Deutsch (YouTube Playlist)
Erweiterung: TouchDesigner
TouchDesigner ist eine visuelle Programmierumgebung für Echtzeitgrafik, interaktive Installationen und Live-Performances. Statt klassischen Code zu schreiben, verbindet man visuelle Bausteine – sogenannte Nodes – miteinander. Weltweit nutzen Künstler.innen, VJs und Mediendesigner.innen TouchDesigner für Projektionen, Installationen und Bühnenproduktionen.
- TouchDesigner – Getting Started (offizielle Einführung)
- Was ist TouchDesigner? (YouTube, Überblick über das nodebasierte Arbeiten)
- TouchDesigner – Einsteiger-Tutorial (2026) (YouTube, 1 Stunde)

Künstliche Intelligenz
“K.I.” ist die derzeit am weitesten entwickelte Stufe der digitalen Medien – und wird in den kommenden Jahren zu einem zentralen Werkzeug der gestalterischen Praxis. Eine ernsthafte Auseinandersetzung damit ist wesentlich: nicht, um schnelle Bilder oder Texte zu produzieren, sondern um die Verfahren dahinter zu verstehen und sie bewusst einsetzen zu können.
Unsere Empfehlungen gehen bewusst über die üblichen Werkzeuge wie ChatGPT hinaus. Wir setzen auf Lösungen, die europäischen Standards entsprechen und eigene Datenhoheit ermöglichen.
Als Chatassistent und vollständige Alternative zu ChatGPT empfehlen wir Le Chat der französischen Mistral AI – schnell, mit europäischem Datenschutz, kostenlosem Tarif und einem integrierten „Work Mode", der auch mehrschrittige, agentische Aufgaben übernehmen kann. Für den Betrieb von Modellen direkt auf dem eigenen Rechner empfiehlt sich Ollama. Für generative Bildverfahren empfehlen wir die in Freiburg gegründeten Black Forest Labs mit ihrer FLUX-Modellfamilie – ein leistungsfähiger, lokal einsetzbarer Ersatz für Dienste wie Midjourney oder DALL·E. Mit dem in Berlin entwickelten n8n lassen sich Modelle, Dienste und Datenquellen zu automatisierten Abläufen verketten.
Cloudbasierte Werkzeuge
Ergänzend empfehlen wir einige Werkzeuge, die nicht lokal laufen, aber einen sorgfältigen Umgang mit Daten pflegen oder für bestimmte Aufgaben einen klaren Mehrwert bieten. Figma Weave verbindet auf einer browserbasierten, knotenbasierten Arbeitsfläche zahlreiche Bild-, Video- und 3D-Modelle mit professionellen Bearbeitungswerkzeugen zu wiederverwendbaren Workflows. Perplexity ist eine KI-gestützte Suchmaschine, die Antworten mit Quellenangaben liefert und sich gut für Recherchen eignet. Lumo des Schweizer Anbieters Proton ist ein Chatassistent mit verschlüsselten Gesprächen, ohne Protokollierung und ohne Training mit Nutzerdaten. DeepL aus Köln übersetzt und überarbeitet Texte auf hohem Niveau.

Matrix
Matrix ist ein offenes, dezentrales Protokoll für verschlüsselte Echtzeit-Kommunikation – Chat, Sprach- und Videoanrufe. Ähnlich wie bei E-Mail liegen die Konten nicht bei einem einzelnen Anbieter, sondern auf frei wählbaren Servern, die miteinander verbunden sind. Viele deutsche Hochschulen setzen Matrix als datenschutzkonforme Alternative zu WhatsApp, Discord oder Slack ein. Der bekannteste Zugang ist die App Element, die im Browser, auf dem Desktop und auf dem Smartphone läuft.
- Matrix im Studiengang Kommunikationsdesign
- Matrix & Element – Quickstart-Guide (Grundbegriffe, Konto erstellen, Schlüsselsicherung, Benachrichtigungen)
Element – Einführung zur Benutzung (offizielle Anleitung auf Deutsch, PDF)

Hard- und Softwareempfehlungen für das Studium
Wir haben hier einige Empfehlungen zusammengetragen, die minimale Hardwareanforderungen, Möglichkeiten der Softwarenutzung und auch eine Arbeitsplatzempfehlung umfassen:
Hardwareempfehlungen für das Studium
Mobilcomputer mit Display ab 14 Zoll, USB-C-Schnittstellen und mind. 1 TB SSD-Festplattenspeicher. Beim Arbeitsspeicher sind 16 GB das Minimum, 24 GB optimal und für KI-Anwendungen 32 GB empfehlenswert. Bei einem Computer von Apple sollte es ein Mac mit Apple Pro-Chip der letzten oder vorletzten Generation sein. Ein Windows-Computer sollte mind. einen Intel Core Ultra 7 oder AMD Ryzen 7 als Prozessor und eine NVIDIA GeForce RTX 4070 oder neuer als Grafikkarte besitzen.
Dazu gehört eine Maus mit drei Tasten (zwei Tasten und ein klickbares Scrollrad) – für 3D-Programme wie Blender ist sie unverzichtbar. Ein externer Monitor ist optional, aber sehr empfehlenswert (siehe Arbeitsplatzempfehlung).
Wer Geld sparen möchte, findet geprüfte, generalüberholte Geräte mit Garantie bei Refurbished-Händlern:
Anmerkung zur Nutzung von Software im Studium
In der Kreativwirtschaft sind die Programme von Adobe sehr weit verbreitet, in fast allen Bereichen gibt es aber sehr gute Alternativen. Auf den Rechnern der Studios des Studiengangs ist die Adobe Creative Cloud installiert. Für den eigenen Rechner sind die Programme mit Studierendenrabatt erhältlich.
Alternativen zu Adobe
Es gibt eine ganze Reihe kostenfreier oder kostengünstiger Alternativen für weite Teile der Adobe Creative Cloud:
- Affinity (kostenlos, erweiterte Funktionen über Canva-Abo)
- Apple Creator Studio für Studierende (2,99 € pro Monat oder 29 € pro Jahr, nur macOS und iPadOS)
- DaVinci Resolve (kostenlos, erweiterte Funktionen kostenpflichtig)
Es gibt eine umfangreichere Liste alternativer Softwarelösungen von Prof. Ingerl.
Arbeitsplatzempfehlung
Als Erweiterung eures Mobilcomputers empfehlen wir einen Monitor ab 27 Zoll, optimal 32 Zoll, mit 4K-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) und integriertem USB-Hub. Er sollte 100 % des sRGB-Farbraums und nach Möglichkeit auch grosse Teile des DCI-P3-Farbraums abdecken. Solche Monitore sind auf dem Gebrauchtmarkt oft günstig zu bekommen. Neu gibt es preiswerte Modelle von Marken wie iiyama (z. B. die Serie ProGraphic) bis hin zu professionellen High-End-Monitoren, etwa von EIZO.
Dieses Setup findet ihr in den Studios Digitale Medien. Es entspricht dem aktuellen Branchenstandard in der Kreativwirtschaft. Ihr müsst euren Computer nur per USB-C-Kabel mit dem Monitor verbinden: Neben einem grossen, hochauflösenden Bild stellt er auch die Verbindung zu externer Tastatur und Maus sowie den Ladestrom für euren Laptop bereit. Das Arbeiten an einem solchen Monitor ist wesentlich weniger anstrengend und deutlich effizienter als auf einem kleinen Laptop-Display. So lässt sich das ortsungebundene Arbeiten mit dem Mobilcomputer – in den Studios Digitale Medien oder zu Hause – professionalisieren.


Prep up for KD
Als Studierende des 2. Semesters wissen wir, wie überwältigend es sein kann, sich mit neuen Programmen und Technologien auseinanderzusetzen. Daher war es uns ein Anliegen, euch eine umfangreiche Sammlung von Tutorials anzubieten, die euch dabei helfen soll, euch schnell und unkompliziert mit den wichtigsten Werkzeugen vertraut zu machen.
Wir wünschen euch viel Erfolg im Studium und hoffen, dass dieser erste Überblick euch dabei hilft, eure kreativen Projekte umzusetzen.
Das 2. Semester (Sommersemester 2026) – 3. Ausgabe
Anton, Benjamin, Kim, Lya, Marfa & Nastya
Der Studiengang (Sommersemester 2024) – 2. Ausgabe
Das 2. Semester (Sommersemester 2023) – 1. Ausgabe
Chantal, Evri, Felix, Hannah, Kathi, Laura, Lisa, Lotta, Luise und Sophie
