camera logica

Abschlussarbeit 2017

Studierender: Franz Mattuschka

Betreuung: Prof. Henrik Spohler, Prof. Andreas Ingerl 

Projektbeschreibung
Thema: camera logica — Aufnahme und Entwicklung virtueller Bilder durch Aufzeichnung und Analyse von Big Data in der Tradition der Generativen Fotografie.

 

Die digitale Gesellschaft häuft Datenmengen an, die wir längst nicht mehr begreifen können. In dem Sozialen Netzwerk Instagram werden unaufhörlich Fotos gepostet, geteilt, geliket und kommentiert, die Menge an Daten wächst auch hier unaufhörlich und ist in der Gänze nicht mehr zu überblicken. Mehrere Millionen Fotos kommen allein täglich dazu.

Diese Arbeit möchte diesen Fakt der Bilderflut nicht negativ kritisieren, sie nimmt dies als gegeben wahr und fragt statt dessen: Wie kann eine unüberschaubare Menge von Daten, die in unserer Realität keine physische Form besitzt, aussehen? Inwieweit können sich die Daten selbst in ihrer Erscheinung definieren? Welche Schlüsse kann der Betrachter am Ende aus der daraus entstehenden Abbildung ziehen? 

Mit Methoden der generativen Fotografie (Gottfried Jäger, 1969), aktueller Software und Hardware, stellt sich die Arbeit der Herausforderung mit einer Reihe von digitalen „optischen“ Experimenten diese Fragen beantworten zu wollen.

Ziel ist es, dass neue ästhetische Strukturen in einem logischen Raum (camera logica) entstehen können, die einen optimalen und funktionalen Bezug aller beteiligten Elemente aufweisen. Dafür werden Programme benötigt, die mit Algorithmen die Daten-Elemente neu strukturieren. Mit einer anschließenden zielgerichteten Operation, wird das Ergebnis in eine visuelle Form transformiert.

Die Arbeit geht bewusst an und über die Grenze, von dem was in der heutigen Zeit als „Fotografie“ bezeichnet wird und möchte damit provozieren um neue Fragen aufzuwerfen und Diskussionen anzufechten. Denn die digitale Welt ist mit unserer klassischen Kamera nicht fassbar, aber diese Welt existiert und ist es Wert in eine visuelle Form gebracht und zu dokumentiert werden.