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Der Studienort Schöneweide

Mehr als ein Campus – ein Transformationsort


Der Campus Wilhelminenhof ist keine isolierte akademische Blase irgendwo in Berlin – sondern das Herz eines der aktivsten und dynamischsten Kreativquartiere Berlins. Schöneweide ist ein Ort der permanenten Transformation: von der Elektropolis des frühen 20. Jahrhunderts über die industrielle Moderne zur zeitgenössischen Kunstszene bis hin zur gegenwärtigen Tech-Innovation. 

Mit über 370 Unternehmen, mehr als 50 Künstlerstudios, renommierten Kulturinstitutionen und einem aktuell laufenden Entwicklungsprojekt ist Schöneweide ein gelebter Ort der Gestaltung und Innovation. Dein Studium findet an dieser Schnittstelle statt: zwischen klassischem Handwerk, zeitgenössischer Kunst- und Designpraxis und zukunftsgerichteter Technologie.


Schöneweide: Der Ort selbst ist ein kreatives und technologisches Ökosystem


Die historische Elektropolis

Dein Campus steht auf heiligem Boden der deutschen Designgeschichte. Die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) hatte hier ihre Produktionsstätten. Emil Rathenau und sein Sohn Walther Rathenau, industrielle Visionen, ließen ab 1901 das Kabelwerk Oberspree (KWO) errichten – eine der größten Elektrotechnik-Fabriken Europas.

1917 entwarf Peter Behrens – Architekt, Maler, Designer, Typograf und Pionier des modernen Industriedesigns – den ikonischen Behrensbau, einen 70 Meter hohen Turm, der für ein Jahr das höchste Gebäude Deutschlands war. Der Behrensbau ist nicht nur ein Bauwerk – es ist eine Designerklärung: dass Industrie und Ästhetik zusammengehören, dass Handwerk und Massenproduktion sich versöhnen können.


Nach 1945, während der DDR-Zeit, hieß die Fabrik VEB Kabelwerk Oberspree, später Werk für Fernsehelektronik (WF). Nach der Wiedervereinigung verloren die Hallen ihre Funktion – bis 2006 die HTW Berlin kam und sie revitalisierte.

Die Botschaft ist klar: Du studierst an dem Ort, an dem zwei der einflussreichsten Gestalter der Moderne – Rathenau (Industrie) und Behrens (Design) – ihre Vision verwirklicht haben. Dein Studienort ist nicht zufällig, er ist das logische Kapitel einer Geschichte, die 1874 begann.

Die gegenwärtige Kunstszene: Kunst, Galerien, Ausstellungen

Schöneweide ist heute kein Museum der Vergangenheit – es lebt durch zahlreiche Studios, Galerien, Performances und Ausstellungen.

Reinbeckhallen: Zentrum für Zeitgenössische Kunst und Forschung
2016 gegründet, sind die Reinbeckhallen das Herzstück der lokalen Kunstszene und beherbergt eine Sammlung zeitgenössischer Kunst und zeigte bereits mehrfach Ausstellungen des Studiengangs am Wochenende des Gallery Weekends Berlin.
Derzeit bis April 2026 gastiert dort Origins: Life's Epic Journey – eine immersive Ausstellung. Entwickelt von 14 internationalen Digitalkünstler*innen, nutzt Origins fotografische 3D-Rekonstruktionen, generative KI, makroskopische Fotografie und VR-Umgebungen, um die Geschichte des Lebens zu erzählen. 

Internationale Künstlerinnen sind unsere Nachbarschaft

In den Ateliers und Studios um dich herum arbeiten etablierte und aufstrebende Künstlerinnen: Jorinde Voigt ist Zeichnerin und Raumgestalterin und arbeitet mit einer eigenen visuellen Sprache, die einer Musikpartitur ähnelt. Ihre Werke hängen in zahlreichen internationalen Museen. Ihr Atelier in den Reinbeckhallen ist zugleich Produktionsstätte und Kunstlaboratorium und liegt fast Tür an Tür mit dem Atelier von Alicja Kwade einer Bildhauerin und Objektkünstlerin, die auf der Venedig Biennale und im MoMA New York ausgestellt hat. Zwei internationale Künstlerinnen, die Schöneweide als ihrem Kreativort ausgewählt haben. Ebenfalls in direkter Nähe ist das multifunktionale Kulturzentrum **Spreehalle** in dem jährlich im Mai das Pantopia Festival mit zeitgenössischer Musik, Installationen, Ausstellungen und Performances stattfindet. 

Spitzentechnologie-Unternehmen und Zukunftsdenker
Schöneweide ist ein Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Mit über 370 Unternehmen und dem 3. größten Gründerzentrum Berlins (Spreeknie) hast du nicht nur Kunstnachbarn, sondern auch tech-affine Unternehmen. Seit 2024 befindet sich ASML Berlin – ein weltführendes Unternehmen der Halbleiter-Lithografie –  im Behrens-Bau direkt neben dem Campus. 


Ein Spaziergang durch dein Revier


Selbst der Weg zum Campus ist begleitet von Architekturikonen, Musik und Clubkultur. Das Video dokumentierte eine Route, die wir 2021 für den Ars Electronica Garden Berlin, den wir als Studiengang durchgeführt haben, für die internationalen Gäste erstellt, die aufgrund der noch anhaltenden Pandemie nicht nach Berlin kommen konnten. 

Die Route führt dich vom Ostkreuz, einem der verkehrsreichsten Knotenpunkte Berlins, über das Sisyphos (ein Club in einer ehemaligen Hundekeksfabrik, heute ein wichtiger Ort für elektronische Musik und Kultur), zum Funkhaus an der Nalepastraße – einer der größten durchgehenden Studiokomplexe der Welt, wo Musiker*innen und Orchester aus der ganzen Welt kommen, um aufzunehmen, bis zu den Reinbeckhallen wo auf 1.500 m² unser Ars Electronica Garden Berlin stattfand.

Das ist unser Ökosystem, räumlich und kulturell. Orte, die du passierst und besuchst – Sisyphos und das Funkhaus, Orte, an denen Innovation, Musik, Kultur und Gestaltung zusammenkommen führen dich nach Schöneweide und den Campus Wilhelminenhof. Dein Studienort ist ein zentraler Knotenpunkt in einem lebendigen System von Kreativität und Zukunftsdenken.



Die Zukunft


Schöneweide transformiert sich aktuell erneut. Ein weiterer Teil des ehemaligen AEG-Geländes der Elektropolis Berlin wird revitalisiert. Der historische Behrensbau bleibt als historische Zentrum erhalten. Darum herum entsteht aktuell ein öffentlich zugängliches Gewerbequartier für Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur und soll das weltweit erste energieautarke Quartier mit 100% Selbstversorgung mit Strom, Wärme und Kälte durch Photovoltaik, Tiefengeothermie und thermales Recycling werden. Die Umgebung deines Studienorts ist nicht statisch – sondern hoch transformatorisch. Bis 2029 kommen neue Menschen nach Schöneweide, neue Unternehmen, neue Infrastruktur. Du studierst an einem Ort, an dem die Zukunft gestaltet wird.


Du bist teil dieser Geschichte – die du weiter schreibst.
Das ist dein Studienort.




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