n≠1 ist eine VR-Installation, in der der Nutzer mit einem digitalen Avatar einer verstorbenen Person sprechen kann.
Das Projekt untersucht das Potenzial künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der heutigen Trauerarbeit. Da traditionelle Trauerrituale kulturell an Bedeutung verlieren, suchen Menschen zunehmend nach alternativen Wegen, um Verluste zu verarbeiten. Das Projekt untersucht daher, wie KI-generierte Avatare neue Gedenkpraktiken unterstützen können, und deckt gleichzeitig die damit verbundenen ethischen und psychologischen Risiken auf.
Ein Schwerpunkt der Forschung liegt auf der Bewertung des Risikos eines „sekundären Verlusts“, d. h. der Möglichkeit, dass durch wiederholte Interaktionen mit digitalen Darstellungen des Verstorbenen erneut Trauer ausgelöst wird. Die Studie zielt darauf ab, eine gründliche kritische Analyse darüber zu liefern, wie sich diese Technologien emotional und psychologisch auf die Nutzer auswirken.
n≠1 nutzt fortschrittliche künstliche Intelligenz, um digitale Avatare verstorbener Personen zu erstellen, mit denen Nutzer durch Gespräche authentische Interaktionen führen können.
Für die Erstellung dieser Avatare sind Bilder, Sprachnachrichten und zusätzliche Informationen über die verstorbene Person erforderlich. Die technische Umsetzung basiert auf maschinellem Lernen und natürlicher Sprachverarbeitung.